12 Regeln für erfolgreichen Widerstand (nach Harald Welzer)

 

Die globalen, nationalen, lokalen und persönlichen Probleme scheinen einen manchmal das Gefühl zu suggerieren, dass kleinere Änderungen oder Widerstände nichts bringen. Harald Welzer, Soziologe und Sozialpsychologe, in Sachen Umwelt bzw. Nachhaltigkeit unterwegs, Autor mehrerer Bücher, darüberhinaus Mitbegründer und Direktor der gemeinnützigen Stiftung „Futurzwei“ und seit Juli 2012 Honorarprofessor für Transformationsdesign an der Europa-Universität Flensburg ist da anderer Meinung. Er zeigt auf, was jeder von uns tun kann. Dazu hat er die nachfolgenden 12 Regeln aufgestellt:

  1. Alles könnte anders sein.
  2. Es hängt ausschließlich von mir ab, ob sich etwas verändert.
  3. Nehme Dich deshalb ernst.
  4. Höre auf, einverstanden zu sein.
  5. Leiste Widerstand, sobald Du nicht einverstanden bist.
  6. Du hast jede Menge Handlungsspielräume.
  7. Erweitere Deinen Handlungsspielraum dort, wo Du bist sind und Einfluss hast.
  8. Schließe Bündnisse.
  9. Rechne mit Rückschlägen, vor allem mit solchen, die von Dir selber ausgehen.
  10. Du hast keine Verantwortung für die Welt.
  11. Wie Dein Widerstand aussieht, hängt von Deinen Möglichkeiten ab.
  12. Und von dem, was Dir Spaß macht.


Doch gegen was soll Widerstand geleistet werden?

Ganz einfach: Gegen die systematische, gezielte und ökonomisierte Zerstörung der Lebensgrundlage der Menschen. Und da du sicherlich auch zur Gattung Mensch gehörst, liegt Dir wahrscheinlich etwas an deren Lebensgrundlage.

Es ist grotesk, dass die Menschen ihre eigene Lebensgrundlage zerstören und sich damit ihre Lebensbedingungen deutlich verschlechtern (Luft, Wasser, …). Dies erhöht jedoch die Bedeutung des Widerstands. Mache Deine Augen und Ohren auf, schaue in die Welt und Du wirst erkennen, wo und wie wir dies alle tun und wer davon profitiert.

Es ist leichter, nichts zu tun und damit so weiter zu leben, bis das Ende Dich oder Deine Kinder erreichen wird. Und du kannst davon ausgehen, dass es vor Deinen Kindern Millionen anderer Menschen treffen wird. Menschen, die keinen Beitrag zur Zerstörung ihrer Lebensgrundlage leisten, Menschen, die einfach nur das Pech haben, dass sie Arm sind.

Bist Du jetzt bereit Widerstand zu leisten? Fange gleich damit an – es lohnt sich!