Erfolge der Gemeinwohlökonomie

2010 – Von der Theorie in die Praxis
Mit der Veröffentlichung des gleichnamigen Buches wird die Gemeinwohl-Ökonomie erstmals vorgestellt: Das Ergebnis von zwei arbeitsintensiven Jahren, in denen rund ein Dutzend UnternehmerInnen das Modell der Gemeinowhl-Öknomomie entwickelten. Die ersten Züge der Gemeinwohl-Matrix – welche die angestrebte Transformation auf wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene begleiten solle – sind definiert. Rund 70 Unternehmen treten öffentlich als Unterstützer und Unterzeichner der Gemeinwohl-Ökonomie in Erscheinung.

2011 – Gründung des Vereins
Die ersten Regionalgruppen – sogenannte Energiefelder- sind etabliert. Rund 45 Unternehmen machen in diesem Jahr eine Gemeinwohl-Bilanz. Sie sind PionierInnen der Gemeinwohl-Ökonomie. Die Basis für die Gemeinwohl-Bewegung ist geschaffen: Privatpersonen, Unternehmen und/oder sonstige Institutionen beteiligen sich an der Umsetzung der Vision. Gestützt wird die Bewegung vom Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie, der im selben Jahr gegründet wird.

2012 – Regionale Gruppen
In Spanien und Italien schließen sich interessierte Menschen der Bewegung an. Bis Ende des Jahres gibt es rund 80 Energiefelder in ganz Europa. Das hohe ehrenamtliche Engagement organisiert sich zunehmend in thematisch fokussierten Kompetenz-Netzwerken, sogenannten AkteurInnenkreisen. Bis Jahresende gibt es mehr als 100 zertifizierte Gemeinwohl-Unternehmen.

2013 – Gemeinwohl-Bilanz als Standard
In Südtirol entsteht die erste Gemeinwohl-Region. Wir zählen rund 300 zertifizierte Gemeinwohl-Unternehmen, darunter auch Hochschulen und Bankeninstitute. Das internationale Interesse an der Gemeinwohl-Ökonomie wächst auf mittlerweile 7.000 UnterstützerInnen. Die Gemeinwohl-Bilanz etabliert sich mehr und mehr als Standard als Ethik-Bilanz.

2014 – Wachsende Bewegung
In Spanien gibt es die erste Gemeinwohl-Gemeinde. Der Südtiroler Landtag beschließt die Förderung von GWÖ-Unternehmen im öffentlichen Einkauf. Die Salzburger Landesregierung kündigt die Entwicklung eines Fördermodells für Unternehmen an. In Nord-, Mittel- und Südamerika entstehen Energiefelder. Mittlerweile haben wir mehr als 8.000 UnterstützerInnen auf allen Kontinenten: Asien, Australien, Afrika, Europa und Amerika.

2015 – Kurs auf Politik
Die ECOGOOD-Map – die Landkarte der Gemeinwohl-Ökonomie geht online. Sie zeigt wo die Bewegung aktiv verankert ist, sowie Gemeinwohl-zertifizierte Unternehmen an. Die englische Fassung der Gemeinwohl-Ökonomie wird u.a. im Parlament des Vereinigten Königreichs vorgestellt. Im September 2015 spricht sich der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) mit einer Mehrheit von 86% für die Integration des Gemeinwohl-Ökonomie Modells in den europäischen und einzelstaatlichen Rechtsrahmen aus. Die Empfehlung ist eine klare Aufforderung an die Europäische Kommission: Unternehmen sollen für den Nachweis höherer ethischer Leistungen künftig belohnt werden.

2016 – Ausblick
Die Gründung eines internationalen Verbandes wird angestrebt. Mit einer eigenen Gemeinwohl-Bilanz für Gemeinden wird ein Zuwachs an Gemeinwohl-Gemeinden erwartet. Ziel der Gemeinwohl-Ökonomie ist die Arbeit auf kommunaler Ebene mit Wirtschaftskonventen, wo über die Gemeinwohl-Parameter auf Gemeindeebene abgestimmt wird. Die Universität Barcelona hat für den UNESCO Lehrstuhl Gemeinwohl-Ökonomie angesucht – die Entscheidung wird noch in diesem Jahr erwartet. Im ausverkauften Wiener Volkstheater wird Anfang des Jahres mit 850 Gästen 5 Jahre Gemeinwohl-Ökonomie gefeiert.

Quelle: Webseite der Gemeinwohlökonomie – https://www.ecogood.org/de/